FPÖ startete in Leoben mit Hauptthema Islam
Stark motiviert starten die Freiheitlichen in die letzten Wochen vor der Landtagswahl. Kurzmann: "Wir sind die soziale Heimatpartei, nicht SPÖ und ÖVP".
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LEOBEN. Die nüchternen und bescheidenen Auftritte ihres Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann sind kein Problem für die FPÖ. Beim Wahlkampfauftakt in Leoben präsentierte sich die Partei als eine geschlossene und motivierte Mannschaft, die ihre eigenen Akzente setzt. Und die sind fast ausschließlich geprägt vom Ausländerthema. Landesgeschäftsführer Georg Mayer stellte zwar die drei Hauptthemen Sicherheit, Freiheit und Heimat vor, das ausschließliche Thema wird aber die Ausländerproblematik sein.
Dabei gibt es keine Scheu vor Argumenten knapp am Rande der Unwahrheit. So die Behauptung, dass die Zahl der muslimischen Mitbürger in der Steiermark in 20 Jahren um 1913 Prozent gestiegen sei. Verschwiegen wird, dass das Ausgangsjahr 1971 ist, als die Zahl der Muslime im Land verschwindend klein war.
Doch präzise Argumente sind nicht Gegenstand der vom Deutschen Alexander Segert konzipierten Werbestrategie. Hauptsache, die Leute freuen sich. Und so marschierte Kurzmann im Schlepptau von Heinz-Christian Strache bei pathetischen Klängen und unter schwingenden Fahnen in den Saal.
Emotional blieb Kurzmanns Referat hinter dieser Inszenierung deutlich zurück. Doch eine geschickte Regie der Veranstaltung beglückte ihn besonders dann mit Applaus, wenn er über das Ausländerthema sprach.
Keine Hilfe der Regie benötigte klarerweise Strache. Mit lauter Polemik machte er sich über Franz Voves und Hermann Schützenhöfer her. Dabei war auffallend, dass er den roten Landeshauptmann - etwa wegen der SPÖ-Stiftung - besonders stark attackierte. Das war umso bemerkenswerter, als sich Kurzmann, der eigentliche Herausforderer, seinen Anhängern viel weniger scharf als Angreifer gegen Rot-Schwarz präsentiert hatte.















