FP-Kurzmann hofft auf Umwelt- und Sportressort
Gerhard Kurzmann (FP) und Hermann Schützenhöfer (VP) trafen sich eine Stunde lang zum Gespräch. Ein landesweites Bettlerverbot dürfte zum Verhandlungsthema werden.

Foto © Johannes KübeckGerhard Kurzmann wartet auf sein Ressort
Am Freitag ist in der Landespolitik der Tag der Papiere. Auch dann, wenn sie elektronisch übermittelt werden. Denn am Freitag übergeben SPÖ und ÖVP ihre Thesenpapiere über die neue Landesregierung. Übers Wochenende werden diese Thesen eingehend studiert und vermutlich innerparteilich erste Arbeitsgruppen zu den Themenblöcken gebildet. Am Montag, nach der obligatorischen Regierungssitzung, treffen sich die jeweils vier Chefverhandler unter der Leitung der Parteichefs Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP), da sollte es erstmals um Details gehen.
Antworten für Voves
Ebenfalls am Freitag wird FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann sein Papier übergeben - allerdings nur an Voves. Denn die FPÖ antwortet mit gut zwei Seiten auf die vierseitige Punktation, die ihm Voves vor einer Woche übergeben hatte. Kurzmann hat dieses Papier inzwischen mit den Mitgliedern seines Parteipräsidiums studiert, am Donnerstag, nach dem letzten Einzelgespräch, wurde die Antwort formuliert. Über die Inhalte wollte er wegen der vereinbarten Vertraulichkeit nichts sagen, dass seine Wahlkampfthemen Bettlerverbot und Umweltzonen in Graz dabei sein werden, kann angenommen werden.
Nur in einem Punkt wurde Kurzmann konkreter: Die Übernahme des Umwelt- und Sportressorts - bisher Manfred Wegscheider (SPÖ) - könnte er sich gut vorstellen, "ich wäre der richtige Mann am richtigen Platz". Noch am Wahlabend hatte Kurzmann vom Sozialressort geträumt, das aber hätte die SPÖ nicht einmal im Fall einer rot-blauen Koalition hergegeben.
Stattgefunden hat mittlerweile auch ein einstündiges Gespräch zwischen Schützenhöfer und Kurzmann - ohne konkrete Ergebnisse. Einig soll man sich aber bei einigen inhaltlichen Punkten sein, etwa bei einem Bettlerverbot für die ganze Steiermark. Bei der großen Verhandlungsrunde am Montag ist die FPÖ logischerweise nicht dabei, aber danach "erwarte" er einen Anruf von Voves, so Kurzmann.



















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