Ein Achterl wird nicht reichen
Der Salon mit Hermann Schützenhöfer war ein Heimspiel für den ÖVP-Chef. Ernste Worte in Richtung Landeshauptmann Voves.

Foto © KLZ/Sabine HoffmannHermann Schützenhöfer beim "Salon"
Gut 200 Leute, das war Rekord in der Salon-Reihe der Kleinen Zeitung. Dafür hatte die Organisation der Partei im schwarzen Kernland gesorgt und Hermann Schützenhöfer lohnte es den Zusehern mit launigen Worten und zum Teil klaren Botschaften. So, als er von seiner Herkunft als "Bauernbua" berichtete und davon erzählte, wie sein Vater, ein Bauarbeiter, entlassen wurde, "weil er nicht den roten Gewerkschaftern beitreten wollte". Keine Gehässigkeit im Ton, die Zuhörer quittierten es mit höchster, stiller Aufmerksamkeit.
Ermahnungen
Bei den sachlichen Inhalten musste Schützenhöfer von Claudia Gigler und Ernst Sittinger von der Kleinen Zeitung manchmal zu mehr Präzision ermahnt werden. Doch dann war das Ergebnis so, dass das Publikum etwas damit anfangen konnte.
Politisches Klima. Franz Voves habe mit seinem "Wortbruch" viel kaputt gemacht. Auf dessen jüngstes Angebot, zusammen auf ein Achterl zu gehen und so das Klima einzurenken, sagte der ÖVP-Obmann knapp: "Ein Achterl wird nicht reichen".
Landeshauptmann-Frage. Schützenhöfer wich der Frage aus, ob er sich von der FPÖ zum Ersten wählen würde. Im Falle des Sieges sei die SPÖ erster Ansprechpartner, als Zweiter würde er in der Partei die Vertrauensfrage stellen.
Sozialkürzungen. Klar wandte sich Schützenhöfer gegen lineare Kürzungen im Sozialbereich. Aber man müsse sich manche Bereiche "anschauen" und etwa sehen, "ob da nicht zu viel in die Sozialbürokratie fließt". Konkret ist hier die Wohnbeihilfe gemeint. Bei der Mindestsicherung ist die zwölfmalige Auszahlung ausreichend. Wichtiger als 14-mal hier wäre es, dass "Arbeit besser entlohnt wird".
Zuwanderung. Auf die Frage eines Zuhörers wurde der ÖVP-Chef sehr konkret. Zuwanderer müssten "arbeiten wollen und Deutsch lernen" und sie hätten sich "unserer Gesellschaftsordnung unterzuordnen". Gleichzeitig mahnte er aber auch dazu, die Zuwanderer und alle damit in Zusammenhang stehenden Faktoren zu "verteufeln". Denn: "wir brauchen Zuwanderung".
Landesbudget. Schützenhöfer gibt sich keiner Illusion hin, dass es schwer wird. Man müsse Gesetzesänderungen angehen, das dürfe keine selbst auferlegte Grenze sein. Die Lage sei so angespannt, dass eigentlich nur die beiden großen Kräfte sie schaffen könnten.
Ökoenergie. Bis 2025 könnten 200 Gemeinden bei der Energie unabhängig werden. Man müsse dazu Prioritäten setzen und die Voraussetzungen auf allen Ebenen schaffen.




















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