Gerald Grosz auf dem Prüfstand
BZÖ-Spitzenkandidat Gerald Grosz im Salon der Kleinen Zeitung über seine politischen Ziele, Jörg Haider und unmoralische Angebote.
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Ganz in seinem Element war Gerald Grosz, Spitzenkandidat des BZÖ, gestern Abend im politischen Salon der Kleinen Zeitung. In seiner Heimatstadt Deutschlandsberg gab sich der 33-Jährige gewohnt eloquent und plauderte gut gelaunt mit den Moderatoren Claudia Gigler und Ernst Sittinger über Persönliches und Politisches. Omnipräsent dabei: Jörg Haider. Als Idol, politischer Ziehvater, als Freund und als vermeintlicher Abkassierer.
Eingangs lieferte der steirische BZÖ-Landesobmann die Geschichte seines politischen Einstieges. Als er mit 14 Jahren seiner Oma den Hausschlüssel in den Rathauspark nachbrachte. Dorthin, wo gerade Jörg Haider eine Wahlveranstaltung abhielt. Dort, wo der kürzlich verstorbene Oskar Lamperti ihn erstmals Jörg Haider vorgestellt hat. Dort, wo ihn Haider als Persönlichkeit sofort fasziniert hat.
Grosz und Haider
Ob das zuletzt stark ramponierte Saubermann-Image des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes (Stichwort Hypo-Alpe-Adria-Affäre) ihn an seinem Idol zweifeln ließe, wollten Gigler und Sittinger wissen. "Das würde ich, wenn Sie recht hätten, wenn die Vorwürfe stimmen würden", so Grosz, der überzeugt ist, dass das nicht der Fall ist. Dennoch hakt Gigler nach: "Was müsste denn passieren, damit Ihr Bild von Jörg Haider ins Wanken gerät? Was, wenn er die Dinge doch gelenkt und sie nicht nur ertragen hat?" Aus der Reserve locken lässt sich Grosz nicht, ihn ärgert nur eines: "Dass sich Jörg Haider nicht mehr verteidigen kann." Damit ist der Komplex Haider, wie Sittinger festhält, zumindest an diesem Abend abgeschlossen.
In den Blickpunkt rückt stattdessen das politische Ziel des steirischen BZÖ-Spitzenkandidaten. Zwischen fünf und acht Prozent sollen es am 26. September werden, die das BZÖ in den Landtag bringen sollen. "Und was bleibt von Gerald Grosz übrig, wenn das nicht gelingt?", will Sittinger wissen. Selbiger launig: "78 Kilo Fleisch und Blut. Und ein 33-Jähriger, der noch das ganze Leben vor sich hat."
Dann die Frage, ob er sich vorstellen könnte, mit der FPÖ gemeinsame Sache zu machen. Bei Sachthemen wie Bettlerkriminalität oder Sicherheit ortet Grosz durchaus Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus jedoch nicht: "Es gibt kein Miteinander mit einer FPÖ, die auf so gehässige Art in der Vergangenheit verhaftet ist."
Dann die letzte Frage, ob er etwa für das Amt eines Landesrates einen politischen Mitbewerber unterstützen würde? Ein unmoralisches Angebot? Der BZÖ-Landesobmann diplomatisch: "Für den Landeshauptmann würde ich es tun."
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Vor dem Jörg Haider habe ich mehr Spund gehabt, als vor meinem leiblichen Vater und meiner Mutter.
Im Gegensatz zu Jörg Haider, der leider eine sehr schlechte Menschenkenntnis gehabt hat, bin ich sehr misstrauisch.
Ich will meine Bewegung wie Moses mit fünf bis acht Prozent in den Landtag hineinführen.
Der Gerald Grosz ist ein Homo Politicus.
Ich bin bürgerlich rechts der Mitte, Springerstiefel haben bei mir aber nichts verloren.
Ich habe mit Voves und Schützenhöfer keine Freude, beide gehen mir auf den Geist. Das BZÖ wird keinen von beiden zum Landeshauptmann wählen.





















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