Eigentümer wollen Areal an die Stadt verkaufen
Die Investorengruppe will das 54-Hektar-Areal an die Stadt verkaufen - sonst wird zerstückelt. Im Rathaus spricht man von "Erpressung".

Foto © KLZ/ScheriauSoll die Stadt Reininghaus um rund 80 Millionen Euro kaufen oder nicht? Die Parteien sind gespalten
Die Stadt Graz und Reininghaus, das wird zur unendlichen Geschichte. Im Rathaus träumt man seit Jahren vom idealen, neuen Stadtteil im Grazer Westen, wo 12.000 Menschen wohnen könnten. Der Haken: Die 54 Hektar gehören nicht der Stadt, sondern wechselnden privaten Investoren.
Die Investorengruppe rund um Alfred Müller richtet nun ein unmoralisches Angebot an die Stadt: Entweder, so der Sprecher der Investorengruppe und Wirtschaftsanwalt Bernhard Astner, die Stadt kauft das Gebiet um 79,5 Millionen Euro oder man setzt den Rahmenplan nur zu 70 bis 80 Prozent durch. Das käme der Zerstückelung des Areals gleich. Das ist eine Horrorvision im Rathaus.
SPÖ-Chefin Martina Schröck sieht darin eine "Drohung", FPÖ-Chef Mario Eustacchio spricht von Erpressung. "Das hat vorher nicht funktioniert, das wird jetzt auch nicht funktionieren."
Bei der ÖVP bekundet man jedenfalls weiter Interesse: "Wir wollten es vor zwei Jahren kaufen, daran hat sich nichts geändert", so VP-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg. Aber es sei auch eine Option, Reininghaus zusammen mit Investoren zu entwickeln. Im Büro der grünen Vizebürgermeisterin betont man das Interesse, "das Areal gesamtheitlich zu entwickeln". Und: Die Grünen bringen erneut eine Bausperre ins Spiel, um das sicherzustellen.
















