Im Doppeldecker nach Berlin
Bus statt Flugzeug - die Grazer Giants reisen in zwei Etappen zum Eurobowl-Halbfinale gegen die Berlin Adler an.

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Von Graz nach Leipzig sind es quälende 737 Kilometer, von Leipzig nach Berlin kommen noch einmal 186 dazu. Die Summe gilt es jetzt noch mit zwei zu multiplizieren (denn es benötigt ja auch noch die Rückfahrt) - und schon hat man die 1846 km lange Reiseroute der Grazer Football-Giants zum Eurobowl-Halbfinale bei den Berlin Adlern beisammen. Bewältigt wird der Trip, der am Freitag um 13.30 Uhr startet, in einem angemieteten Doppeldecker-Bus - Reisestrapazen, die nicht wirklich als ideales Aufwärmprogramm für ein so wichtiges Spiel gelten, inklusive.
Unweigerlich drängt sich da natürlich die Frage auf, warum die Giganten nicht in ein Flugzeug klettern und die entspannendere Anreise wählen. Die wenig überraschende Antwort: "Ganz einfach - weil wir das Budget dafür nicht haben", erklärt Giants-Urgestein Angelo Barsuglia, der auch gleich vorrechnet: "Unser Tross besteht aus 45 Spielern, fünf Betreuern, fünf Coaches und Therapeuten. Die Flugkosten würden sich da auf rund 25.000 Euro belaufen." Auch logistische Probleme wären bei einem Flug nur schwer überwindbar: "Die Ausrüstung eines Spielers wiegt zwischen 25 und 30 Kilo. Dazu kommt noch anderes Equipment wie auch Wasserfässer. Unterm Strich hätten wir da rasch ein mächtiges Übergepäck . . ."
Für die Giganten ist es das vierte Eurobowl-Halbfinale in Serie, noch nie hatten sie dabei Heimrecht. Barsuglia: "Heuer müssen wir auswärts antreten, weil das zweite Halbfinale zwischen den Vikings und den Raiders auf österreichischem Boden über die Bühne geht."
Für den samstägigen Football-Knüller werden im Berliner Ludwig-Hahn-Stadion zwischen 5000 und 8000 Zuschauer erwartet. "Die Adler haben zuletzt in der deutschen Meisterschaft vier Mal in Folge gewonnen. Dennoch schätze ich unsere Chancen auf 50:50 ein. Wir wollen unbedingt ein rein österreichisches Finale perfekt machen", hofft Barsuglia.














