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Insolvenzen: Macher zu, Hooters offen
Die Schulden der HSN-Gastro, die zuletzt das Brucker Cafe Macher geführt hat, belaufen sich auf 1,15 Millionen Euro. Aktiva: 323.000 Euro.

Foto © fotolia - haessler
Dass die HSN-Gastro GmbH, die zuletzt auch das Traditionscafé Macher in Bruck geführt hat, pleitegegangen ist, ist schon länger bekannt. Nun liegen aber auch die Zahlen der Insolvenz auf dem Tisch.
So belaufen sich die Gesamtschulden der HSN-Gastro GmbH auf 1,15 Millionen Euro. Hauptgläubiger sind Lieferanten, denen die insolvente Firma mehr als 600.000 Euro schuldet. Dazu kommen die Gebietskrankenkasse mit knapp 200.000 Euro, das Finanzamt (127.000 Euro) und Bankverbindlichkeiten in der Höhe von 121.000 Euro; weiters auch die Dienstnehmer, bei denen die HSN-Gastro mit 98.000 Euro in der Kreide steht. Dem stehen Aktiva in der Höhe von 323.000 Euro gegenüber.
Allerdings sind weder die Café-Konditorei Macher in Bruck noch das Hooters-Restaurant in St. Lorenzen/Apfelmoar Gegenstand des laufenden Insolvenzverfahrens, sondern ausschließlich das Cafe Macher am Grazer Jakominiplatz. Der Brucker Macher wurde ja noch vor dem Konkursantrag geschlossen, und das Hooters ist nach wie vor geöffnet. Die HSN-Gastro GmbH hatte das Lokal seinerzeit von einem Franchisenehmer gepachtet, dieses Pachtverhältnis wurde mit 31. Jänner 2011 aufgekündigt.
Die Gründe für die Insolvenz sind vielschichtig. Nach Aussage von René Jonke, Niederlassungsleiter Steiermark des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV), waren vor allem die Übernahme der Café-Konditorei in Bruck gemeinsam mit den Investitionen des verspätet eröffneten Grazer Standorts schuld. Dazu komme der teure Transport der in Bruck hergestellten Backwaren nach Graz.
Die HSN-Gastro GmbH strebt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung an. Das bedeutet eine 30-Prozent-Quote für die Gläubiger binnen 24 Monaten.



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