Mancuso siegte vor Fenninger
Julia Mancuso hat den Super-G in Garmisch-Partenkirchen vor der Salzburgerin Anna Fenninger gewonnen. Rookie Tina Weirather fuhr auf den dritten Platz. Die Gesamt-Weltcup-Führende Lindsey Vonn schied aus.

Foto © Reuters
Im Streckenabschnitt "Hölle" auf der Kandahar-Piste hat Julia Mancuso den Super-G in Garmisch gewonnen. Im Ziel musste die 27-Jährige durch die Hölle gehen, ehe sie nach bangem Warten im Himmel ankam. In der Euphorie ob der Bestzeit fuhr die Amerikanerin im Zielraum einen Bogen und so wieder zurück über die ominöse rote Linie. Die war 1997 schon Hermann Maier in Val d'Isère zum Verhängnis geworden. Wie der Salzburger damals schnallte auch Mancuso ihren Schi vor der roten Linie ab. Was bei Maier zu einer Disqualifikation geführt hatte, über die noch heute diskutiert wird, ging für Mancuso glimpflich aus.
Damen-FIS-Renndirektor Atle Skårdal zog eine Disqualifikation gar nie in Erwägung: "Sie hat sich dadurch keinen Wettbewerbsvorteil erschlichen. In den Regeln steht auch nichts von einer Disqualifikation. Es werden nur Sanktionen angedroht. Ich überlege mir noch eine Geldstrafe." Und der Wahl-Österreicher stellte noch eines klar: "Die Disqualifikation von Maier 1997 war eine Fehlentscheidung der Jury."
Erst nach diesem Richterspruch konnte sich Mancuso über ihren insgesamt sechsten Weltcup-Sieg, den ersten seit dem Abfahrtserfolg am 16. März 2011 in Lenzerheide, freuen: "Das nächste Mal passe ich besser auf, wo ich meine Schi abschnalle. Du denkst aber nicht daran, wenn du den Einser aufleuchten siehst." Erst viel später gab die Dessous-Designerin aber zu: "Je länger die Diskussion dauerte, desto größer wurde meine Angst, disqualifiziert zu werden."
Vonn und Co. schauen Super Bowl
Gleich nach der Siegerehrung packte das gesamte US-Team seine Sachen, um möglichst schnell nach Innsbruck zu kommen. Dort sahen sich Mancuso, Lindsey Vonn & Co. im TV die "Super Bowl" an, feierten gemeinsam eine große und sehr lange Party.
Grund zum Feiern hatte auch Anna Fenninger, die Zweite wurde und noch vor der Entscheidung von Skårdal jedem sagte: "So einen Sieg will ich nicht bekommen. Wegen dieser Lappalie jemanden zu disqualifizieren, ist Blödsinn. Wir riskieren doch nicht Kopf und Kragen, um dann so zu verlieren."
Verloren hat Lindsey Vonn. Erstmals seit 20. Dezember 2008 in St. Moritz ist die 27-Jährige wieder in einem Super-G ausgeschieden: "Ich wollte eine noch direktere Linie fahren, das war zu gewagt. Ich gebe zu, der Ausfall hat mich schon überrascht."
Features
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Fotoserie
Endstand
- 1. Julia Mancuso (USA)
- 2. A. Fenninger (AUT)
- 3. Tina Weirather (LIE)
- 4. M. Höfl-Riesch (GER)
- 5. Elena Curtoni (ITA)
- 7. Elisabeth Görgl (AUT)
- 9. Stefanie Moser (AUT)
- 11. A. Fischbacher (AUT)
- 12. Nicole Hosp (AUT)
- 21. Regina Mader (AUT)

















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