"Die Fußball-Welt dreht sich weiter"
Der Abschied von Sturm Graz ist Roman Kienast schwer gefallen. Als Profi weiß er aber: Ab jetzt zählt nur die Wiener Austria. Der Stürmer im Interview mit der Kleinen Zeitung.

Foto © APARoman Kienast sagt Servus
Nach zwei Jahren bei Sturm kehren Sie Graz nun den Rücken. Mit Wehmut? Oder ist die Freude auf die Austria größer?
ROMAN KIENAST: Der Abschied im Hotel in Belek war ehrlich gesagt schon sehr emotional. Schließlich habe ich mit Sturm einen Cup-Titel geholt und wir sind Meister geworden. Ich habe einen persönlichen Torrekord aufgestellt und der Zusammenhalt in der Mannschaft war spitze. Die Zeit kann man nicht einfach so wegstecken.
Sie haben Sturm geholfen, und Sturm hat Ihrer Karriere einen neuen Schwung gegeben.
KIENAST: Die zwei Jahre in Graz waren einfach eine schöne Zeit. Ich bin allen dankbar, die für Sturm und bei Sturm arbeiten und mich unterstützt haben. Ich danke aber vor allem der Mannschaft, die ja das Wichtigste im Verein ist. Die Fußball-Welt dreht sich leider weiter.
Es gab keine Chance, Sie in Graz zu halten?
KIENAST: Es war schwierig, weil ich einen längerfristigen Vertrag angestrebt habe. Ich habe eine Familie und muss jetzt mehr planen.
Sie sind 27 Jahre alt und haben bis 2015 bei der Austria unterschrieben. Gehen Sie in Favoriten in Pension?
KIENAST: Nein, mein Ziel bleibt das Ausland. Diesen Sprung möchte ich noch einmal schaffen. Aber jetzt freue ich mich einmal auf meine neue Aufgabe bei der Austria.
Sie sind bei Rapid aufgewachsen und spielen jetzt für den Stadtrivalen. Ein eigenartiges Gefühl?
KIENAST: So ist das Profigeschäft. Ich habe damit kein Problem. Man kann nicht nur auf die Fanseite schauen. Ich bin Profifußballer und versuche meinen Job so gut wie möglich zu machen.
Klingt nicht nach violetter Euphorie.
KIENAST: Wie gesagt, ich freue mich auf die neue Aufgabe. Und wer mich kennt, weiß, dass ich immer hundert Prozent gebe.
Ihr erstes Training bei der Austria. . .
KIENAST: ... wird am Dienstag sein. Ich muss noch einige Sachen aus Graz holen.


















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