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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 um 09:54 UhrKommentare

Graz 99ers: Kein Kampf, kein Erfolg

99ers-Coach Mario Richer glaubt genau zu wissen, warum es zuletzt nicht rund lief. In Znaim muss heute wieder ein Erfolg her, Brad Schell soll helfen.

Mario Richer

Foto © GEPAMario Richer

Wieder einmal stehen die 99ers heute in Znaim vor einem (vor-)entscheidenden Spiel. Die Tschechen sind nicht nur der erste Verfolger der Grazer in der Qualifikationsgruppe, sie haben die Mannschaft von Trainer Mario Richer im letzten Duell am Sonntag in Liebenau auch an den Rand einer Niederlage gedrängt. Nur mit einem starken Finish konnten die 99ers ein 0:2 noch aufholen und in der Verlängerung gewinnen.

Die Saisonbilanz spricht mit fünf Siegen in fünf Duellen zwar ganz klar für die Steirer, doch Znaim ist "heiß", wie die Auswärtssiege in Villach und zuletzt in Wien beweisen. "Statistiken sind keine Garantien, das zeigt das Beispiel Jesenice. Gegen die hatten wir auch vier Siege in vier Spielen und haben am Dienstag trotzdem verloren", sagt 99ers-Coach Richer. Der ist ob des Leistungsabfalls in den letzten beiden Partien leicht sauer, hat aber den Grund für den Einbruch schon identifiziert: "Als in den Medien das Thema Vertragsverlängerungen aufgetaucht ist, waren etliche Spieler plötzlich mit dem Kopf mehr bei den Verträgen als bei den Spielen. Das Match gegen Jesenice war wohl nur noch Nebensache", grummelt der Kanadier.

Ohne Kampf kein Erfolg

Und er stellt klar: "Profis sollte das eigentlich nicht passieren, sie sollten sich in erster Linie auf ihre Spiele konzentrieren. Aber jetzt dürfte allen klar sein, dass wir für jeden Erfolg kämpfen müssen. In Znaim sollten wir härter arbeiten als der Gegner und endlich wieder ein Tor im Powerplay machen", gibt die Richer die Marschrichtung vor. Um ins Play-off zu kommen, fordert er in den ausständigen vier Spielen mindestens drei Siege: "Wir dürfen uns maximal eine Niederlage leisten, noch besser wären vier Erfolge."

In Znaim könnte Neuzugang Brad Schell bereits sein Debüt feiern. Für ihn muss niemand abgemeldet werden, es war noch Platz im Kader. "Mit Schell haben wir mehr Optionen. Er hatte vor einigen Jahren in der ECHL 110 Punkte, dann plagten ihn jahrelang Rückenprobleme. Heuer ist er fit", so Richer.

ALEXANDER NIGGAS

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