"Wir sehen für Nassfeld Potenzial"
"Busse und Seilbahnen sind verwandt", sagt Ludwig Richard, der den Nassfeld-Anteil der Hypo kaufen will. Im Paket: Hotelgrund in Tröpolach. Auch Land ist für Verkauf seiner Anteile offen.

Foto © PrivatLudwig Richard sen. und jun. "finden das Nassfeld toll". Im Hypo-Paket ist neben 29 Prozent Seilbahnanteil auch ein 30.000 m2 großer Hotelgrund neben der Talstation in Tröpolach
Prachtwetter auf dem Nassfeld, auch Arnold Pucher strahlt über die Falkensteiner-Eröffnung im Hotel von Sohn Michael. Am Rande Hauptthema: der Bestbieter für den Hypo-Anteil an den Nassfeld-Bergbahnen, Bus-Magnat Ludwig Richard. Er könnte mit seinen Columbus Reisebüros und 800 Bussen ein interessanter strategischer Nassfeld-Partner werden, so der Tenor.
"Wir finden das Nassfeld toll und sehen weiteres Potenzial. Es ist das schönste Kärntner Schigebiet - großartig was hier bisher investiert und geleistet wurde", streut Richard im Gespräch mit der Kleinen Zeitung Nassfeld-Pionier Arnold Pucher Blumen. Wie exklusiv berichtet, ist Richard Bestbieter für die Hypo-Anteile, Pucher mit Herzog Zweitbester.
Richard: "Wir wollen mit touristischer Kernkompetenz Synergien nutzen und zur Entwicklung der Region beitragen. Busse und Seilbahnen sind verwandt - beide machen Personenbeförderung."
Die Richards waren auch Hoteliers - vor fünf Generationen mit dem Hotel Goldene Ente in der Riemergasse in Wien. Der Großvater kaufte in Kitzbühel und St. Anton drei Schihotels. Dass Ludwig Richard jun. als möglicher Partner auf dem Nassfeld Hotelpläne hat, ist nicht auszuschließen. Im Hypo-Paket ist neben den 29 Prozent an den Seilbahnen auch ein Hotelgrund neben der Talstation in Tröpolach. Für das Areal gibt es ein in Hypo-Zeiten entwickeltes Projekt für ein Drei-Sterne-Hotel. Über Pläne schweigt Richard vorerst. Nachdem er am Mittwoch mit Landesrat Harald Dobernig konferierte, war man gestern beim Land offen, auch die 33 Prozent Landesanteile an den Nassfeld Bergbahnen zu verkaufen. "Es macht für alle erfolgreichen Seilbahnbeteiligungen des Landes Sinn, sie an interessierte Investoren zu verkaufen", so FPK-Chef Uwe Scheuch. "Nicht um Budgetlöcher zu stopfen, sondern um weitere Tourismus-Projekte zu finanzieren." Darin stimmten auch der designierte ÖVP-Landesrat Achill Rumpold und Dobernig überein. Rumpold will wie die Hypo "zügig verhandeln", Dobernig sieht Richard als "wertvollen Partner, der was einbringt".
Ohne Pucher geht aber nichts.














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