Kärntner Hypo will Südosteuropa früher abstoßen
Die Kärntner Hypo Alpe Adria Bank, die im Dezember 2009 notverstaatlicht worden ist, will ihre Töchter in Südosteuropa früher als geplant verkaufen.

Foto © Weichselbraun
Dass die Hypo ihre Italien- und ihre ÖsterreichTöchter an den Investor bringen will, ist längst bekannt. In einem Interview mit dem Magazin "trend" erklärte Hypo-Chef Gottwald Kranebitter nun allerdings einen Schwenk in der Verkaufsstrategie. Bis Mitte kommenden Jahres will man das Südosteuropa-Netzwerk für einen Verkauf vorbereiten.
"Das wollten wir ursprünglich später machen, aber die Situation erlaubt es nicht, an Dogmen festzuhalten", begründet Kranebitter den Schritt, der eines offenlegt: Für die Banken in Italien und Österreich konnte man nicht den erforderlichen Kaufpreis, also den Buchwert plus die Übernahme der Refinanzierung, erreichen. Im Oktober wurde deshalb beschlossen, vor einem Verkauf Teile der Töchter auszugliedern, von der Schaffung einer "Bad Bank" wollte man aber nicht reden.
Für die Südosteuropa-Töchter hofft Kranebitter ebenfalls auf Käufer, welche den Buchwert zu zahlen bereit sind. Dieser beträgt insgesamt etwa 1,5 Milliarden Euro. Um dieses Ziel leichter zu erreichen, sollen laut "trend" Risikogeschäfte im Volumen von rund vier Mrd. Euro aus den Töchtern in die Holding übertragen werden.
Die Hypo Serbien sprach umgehend von einer "Missinterpretation". Im Gegenteil: Die Hypo wolle im kommenden Jahr sogar weiter investieren.














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