Ein bisschen Luxus im Verkaufsregal
Die Handelsketten gehen neue Wege. Sie setzen immer öfter auf Waren im höheren Preissegment und machen damit gute Geschäfte.

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Hinunter geht's kaum noch im unteren Preissegment der Handelsketten mit ihren Hausmarken. Man rudert in die Gegenrichtung, stellt Angebote ins Regal, die das Gefühl von mehr Luxus vermitteln, und folgt einem Trend, den die Kunden vorgeben.
Billigmarken wie Clever in der Rewe-Gruppe (Billa, Merkur, Penny) oder S-Budget bei Spar wurden gegen die Diskonter wie Lidl oder Hofer ins Rennen geschickt. Der Plafond für die Diskonter mit rund 28 Prozent Marktanteil sei nahezu erreicht, sind Marktexperten wie Michael Oberweger von RegioPlan überzeugt. Die Umsätze der Diskonter wachsen nur noch in kleinen Schritten. Die Österreicher, ergab eine Umfrage des Market Instituts im April, kaufen mehr heimische Lebensmittel als vor fünf Jahren, auch wenn diese Waren teurer sind als Importwaren. 2010 kauften die Haushalte Lebensmittel um 23,5 Milliarden Euro, aus dem Ausland kamen davon Waren um 10,9 Milliarden.
Spar fährt seit Herbst 2010, erklärt Nicole Berkmann, mit der Marke Premium und Premium Edition "sehr gute Umsätze ein". Wenn auch S-Budget im Vorjahr den Umsatz um 50 Prozent steigerte, muss das zulasten anderer Segmente gehen. "Das sind die C- und D-Marken, wenig bekannte Marken", sagt Berkmann.
Billa hat die Nobelfilialen Corso ins Leben gerufen, die an besonderen Standorten eröffnet werden: Am 31. Mai folgt eine solche in Graz im Steirerhof, kündigt Billa-Vorstandssprecher Volker Hornsteiner an.
Bei Hofer wächst die Eigenmarke Zurück zum Ursprung vor allem über Milch, Obst und Gemüse, auch durch neue Produkte innerhalb der Linie. Sie wurde von Werner Lampert geschaffen, der zuvor erfolgreich bei Rewe Ja!Natürlich positioniere. Aber man trennte sich.
Kunden für das höherpreisige Segment seien vorhanden, sagt Peter Voithofer von der KMU Forschung Austria. Das Angebot vermittle einen "handverlesenen" Eindruck, das führe zu einer Polarisierung bei Kunden und den Handelsketten: "Die Standorte werden gezielt ausgewählt."
Billa trifft mit Corso auf die Vergangenheit. Vor rund 13 Jahren wurden Filialen des noblen Meinl gekauft, aber dann zu Billa umgemodelt.















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