Zwei westliche Kriegsberichterstatter in Syrien getötet
Die Amerikanerin Marie Colvin, die für die britische "Sunday Times" arbeitete, und der französische Fotograf Remi Ochlik kamen in Homs ums Leben. Seit Beginn der Proteste wurden mehr als 7600 Menschen in Syrien getötet.

Foto © APAMarie Colvin und Remi Ochlik - sie wurden auf der Flucht von einer Rakete getroffen
In Syrien sind nach Angaben von Aktivisten zwei westliche Journalisten ums Leben gekommen. Sie seien am Mittwoch beim Beschuss der Stadt Homs durch syrische Streitkräfte getötet worden, berichteten das syrische Netzwerk für Menschenrechte und Augenzeugen. Es handle sich um die US-amerikanische Redakteurin Marie Colvin und den französischen Fotografen Remi Ochlik. Das Haus, in dem sich die beiden aufgehalten hätten, sei beschossen worden. Auf der Flucht seien sie dann von einer Rakete getroffen worden. Colvin arbeitete für die britische "Sunday Times". Beide Journalisten galten als erfahrene Berichterstatter. Sie waren zuvor bereits in mehreren Kriegsgebieten gewesen.
Nach neuesten Angaben von Menschenrechtlern sind seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad mehr als 7600 Menschen in Syrien getötet worden. Unter den insgesamt 7636 Toten seien mehr als 5500 Zivilisten, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Zudem seien fast 1700 Soldaten und Sicherheitskräfte sowie fast 400 Deserteure getötet worden.
Mitte Jänner war in Homs der französische Fernsehjournalist Gilles Jacquier getötet worden, als eine Granate nahe einer Gruppe von Journalisten einschlug. Er war der erste in Syrien getötete westliche Journalist seit Beginn der Proteste gegen Assad Mitte März. Jacquier befand sich zusammen mit anderen Journalisten auf einer von den syrischen Behörden genehmigten Reise. Welches Lager die Granate abfeuerte, ist unklar.









