Argentiniens Ex-Präsident Kirchner ist tot
Der frühere argentinische Präsident Néstor Kirchner ist am Mittwoch an einem Herzinfarkt gestorben. Er war erst vor wenigen Monaten wegen eines Herzleidens zweimal operiert worden.

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Der frühere argentinische Präsident Néstor Kirchner ist am Mittwoch an einem Herzinfarkt gestorben. Das berichteten argentinische Medien. Kirchner war von 2003 bis 2007 Staatschef, seine Frau Cristina folgte ihm in diesem Amt.
Der 60-Jährige habe am Morgen in seinem Heimatort Calafate in der südlichen Provinz Santa Cruz zunächst einen ersten Infarkt erlitten, berichtete der Fernsehsender C5N. Er sei sofort in das örtliche Krankenhaus etwa 2.800 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires gebracht worden. Dort habe er einen weiteren Infarkt erlitten und sei gestorben, berichtete der Sender. Seine Frau Cristina sei bei ihm gewesen.
Die argentinischen Fernsehsender spielten Trauermusik und zeigten Ausschnitte aus dem politischen Leben des früheren Staatschefs. In Argentinien fand am Mittwoch eine Volkszählung statt, weshalb per Gesetz alle Geschäfte und Banken geschlossen blieben und die Arbeit weitgehend ruhte.
Kirchner galt neben seiner Frau als der mächtigste Politiker des südamerikanischen Landes. Er war zudem der aussichtsreichste Anwärter auf das Präsidentenamt bei der Wahl im kommenden Jahr. Jedoch war bisher noch nicht entschieden, ob er tatsächlich antreten würde. Nach seinem Tod gilt es nun als wahrscheinlich, dass seine Frau erneut kandidiert.
Kirchner musste dieses Jahr bereits zweimal am Herzen operiert werden. Obwohl die Ärzte ihm deshalb dringend geraten hatten, kürzerzutreten, führte der Chef der Regierungspartei Frente para la Victoria (Front für den Sieg) seinen rastlosen Lebensstil unverändert fort. So reiste er zuletzt als Generalsekretär der südamerikanischen Staatenunion Unasur nach Kolumbien und Ecuador.
Brasilien verhängt Staatstrauer
Brasilien hat nach dem Tod von Argentiniens Ex-Präsidenten Néstor Kirchner drei Tage Staatstrauer verhängt. "In Néstor Kirchner hatte ich immer einen großen Verbündeten und brüderlichen Freund", betonte Brasiliens scheidender Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva am Mittwoch in einer Erklärung. Er würdigte Kirchners Rolle beim wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau Argentiniens sowie dessen Einsatz für die Integration Südamerikas. Die Brasilianer trauerten mit den "Brüdern" in Argentinien. "Als Ausdruck unserer Gefühle ordne ich eine dreitägige offizielle Trauer an." Kirchner war am Mittwoch im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.
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Bild vergrößernSeine Ehefrau Cristina Fernández trat seine Nachfolge 2007 seine Nachfolge an.Foto © Reuters
Fakten
Argentinien ist der achtgrößte Staat der Erde.
Das Land, das sich 1810 von Spanien unabhängig erklärte, kehrte 1983 nach vielen Militärdiktaturen im 20. Jahrhundert zur Demokratie zurück.
Präsidentin der Republik ist Cristina Kirchner, sie folgte 2007 ihrem Mann Nestor Kirchner im Amt nach.













