UNO und Europarat fordern Verbot von Organhandel
Der Europarat und die Vereinten Nationen fordern ein neues internationales Abkommen. Fünf bis zehn Prozent aller Nierentransplantationen dürften durch illegalen Organhandel zustandekommen.

Foto © APA6.000 US-Dollar hat dieser brasilianische Spender für seine Niere erhalten. Die Operation wurde illegal in Südafrika durchgeführt
Die Vereinten Nationen und der Europarat haben sich für ein weltweites Verbot des Organhandels ausgesprochen. Notwendig sei eine neue internationale Konvention zur Strafverfolgung von Organhändlern und zum Schutz von Spendern, hieß es in einem am Dienstag in New York veröffentlichten Bericht. Der Verkauf von Nieren und anderen Organen sowie von menschlichem Zellgewebe müsse weltweit verboten werden, sagte Arthur Caplan, Mitautor der Studie. Dafür müsse sich die Staatengemeinschaft zunächst auf eine einheitliche Definition des Begriffs Organhandel verständigen, hieß es in dem Bericht.
Die Autoren der Studie verlangen eine schärfere Trennung zwischen dem illegalen Handel mit Organen und "Menschenschmuggel mit dem Ziel der Organentnahme". Beide Probleme erforderten unterschiedliche Lösungen, hieß es. Zu beiden Formen gebe es allerdings nur unzureichende Daten, die Dunkelziffern seien hoch.
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Die Autoren der Studie schätzen, dass jährlich etwa fünf bis zehn Prozent aller Nierentransplantationen durch illegalen Organhandel zustande kommen. Dabei lasse sich eine Art "Transplantations-Tourismus" ausmachen: Meist aus reichen Ländern stammende Empfänger besorgen sich die benötigten Organe aus ärmeren Ländern, in denen keine Regeln für Organspenden bestehen oder diese nicht angewendet werden.













