Viele Opfer bei Beschuss der syrischen Stadt Homs

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Die syrische Armee hat am Dienstag durch heftigen Dauerbeschuss der Protesthochburg Homs mehr als zwanzig Menschen getötet. Rund 340 Menschen seien in der abgeriegelten Stadt verletzt worden, berichtete die Opposition. In der Provinz Idlib tötete die Armee Menschenrechtlern zufolge mindestens 33 Menschen. Das Rote Kreuz forderte eine sofortige Waffenruhe.
Auf diplomatischen Wegen liefen die Bemühungen auf Hochtouren, Präsident Assad zum Rücktritt zu bewegen und den seit elf Monaten dauernden Konflikt zu beenden. An der für Freitag geplanten Syrien-Konferenz will jedoch Russland nicht teilnehmen; China, das wie Russland per Veto eine UNO-Resolution zu Syrien verhindert hatte, überlegt noch.
"Jede Minute sind mehrere Einschläge zu hören", berichtete der Oppositionelle Husseini aus Homs. Unter den Opfern seien zwei Kinder. Nach Angaben des in London ansässigen Syrischen Netzwerks für Menschenrechte schlugen allein am Morgen mindestens 250 Granaten und Raketen im Stadtteil Baba Amr ein. Die Luftwaffe flog Aufklärungsflüge über der Millionenstadt. Am Boden rückten gepanzerte Fahrzeuge der regulären Truppen vor. Seit Beginn der Offensive gegen Homs am 3. Februar wird die Versorgungslage der Menschen immer dramatischer.
Auch Hama, das wie Homs im Westen des Landes liegt, ist abgeriegelt - Soldaten, Polizei und Assad-treue Milizen errichteten Barrikaden, um die einzelnen Stadtteile zu isolieren. In der nördlichen Provinz Idlib, die an die Türkei grenzt, hätten Sicherheitskräfte bei Razzien in mehreren Dörfern mindestens 33 Zivilisten getötet, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. "Die Armee hat das Dorf Abdita gestürmt, in Iblin und Balshoun hat sie die Menschen regelrecht gejagt."
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verhandelte mit den syrischen Behörden und der Opposition über eine kurze Waffenruhe, um der Zivilbevölkerung in den umkämpften Städten dringend benötigte Hilfe zu bringen. IKRK-Chef Kellenberger sagte, die Waffenruhe solle mindestens zwei Stunden jeden Tag dauern, damit Mitarbeiter der Hilfsorganisation genug Zeit bekämen, um Hilfsgüter zu liefern sowie Verletzte und Kranke in Sicherheit zu bringen.













