Regierung und Indios in Panama legen Konflikt bei
Eine Woche nach Beginn der Indio-Proteste in Panama haben Regierung und Vertreter der Ngöbe-Bugle-Völker einen Schritt aufeinander zu gemacht. Wie örtliche Medien berichteten, unterzeichneten beide Seiten am Dienstag (Ortszeit) in der Stadt San Lorenzo ein Abkommen, in dem sich die Regierung unter anderem zur Freilassung der bei den Unruhen der vergangenen Tage festgenommenen Indios verpflichtet.
Im Gegenzug sagten die Indio-Vertreter die Auflösung der Straßenblockaden im Westen des Landes zu. Mit ihren Blockaden wollten die Indios gegen die Absicht der Regierung von Präsident Ricardo Martinelli protestieren, die Errichtung von Bergwerken und Wasserkraftwerken in ihren angestammten Siedlungsgebieten zuzulassen. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften waren zwei Menschen ums Leben gekommen, Dutzende weitere wurden verletzt.
Der Kampf der Indios hatte eine bereite Solidaritätswelle ausgelöst, die weite Teile des mittelamerikanischen Landes erfasst hat. Auch andere Indio-Völker im Osten Panamas verlangten die Anerkennung ihrer Rechte und Schutz vor Bergwerksunternehmen und Siedlern.
Über die endgültige Beilegung des Konflikts soll nun unter Vermittlung der katholischen Kirche verhandelt werden, berichtete die Zeitung "La Estrella" am Dienstagabend (Ortszeit) online.













