Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
24. Mai 2012 23:56 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332679 Mitglieder | 159 online
Nach EU-Gipfel Debatte um Eurobonds und Griechen Amnesty: Folter und Misshandlung in 101 Staaten Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Nach EU-Gipfel Debatte um Eurobonds und Griechen Amnesty: Folter und Misshandlung in 101 Staaten
Zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 um 20:02 UhrKommentare

Russland lässt sich von Assad feiern

Während in Homs erneut Dutzende Menschen im Granathagel der syrischen Armee starben, besuchte der russische Außenminister Staatschef Assad.

Foto © AP

Der Staatsjubel funktioniert noch. "Danke Russland, danke China", stand auf den Transparenten, mit denen Tausende Regimeanhänger den Gast aus Moskau bei seiner Fahrt zum Präsidentenpalast in Damaskus begrüßten. Begleitet von weltweiter Empörung über Russlands Veto im UN-Sicherheitsrat war Außenminister Sergej Lawrow gestern nach Syrien gereist, um mit Präsident Bashar al-Assad "eine politische Lösung" zu suchen. Zur gleichen Zeit ließ dessen Regime die Stadt Homs bereits den vierten Tag in Folge bombardieren. Auch in der nördlichen Region um Idlib sowie in den Vororten von Damaskus ging die Armee mit aller Härte vor.

Keine Zugeständnisse

Assad sei "absolut entschlossen, das Blutvergießen zu beenden", erklärte Lawrow nach dem knapp zweistündigen Gespräch und bezeichnete sein Treffen als "sehr nützlich". Weitere Zugeständnisse des syrischen Machthabers konnte er allerdings nicht vermelden, obwohl der Kreml vor seiner Abreise lanciert hatte, Lawrow wolle Assad zum Rücktritt bewegen sowie eine stufenweise Übergabe der Macht verhandeln. Der syrische Diktator dagegen erklärte sich lediglich bereit, einen konkreten Zeitplan für ein Verfassungsreferendum festzulegen. Wer die neue Verfassung erarbeitet, ist unklar. Angeblich soll sie ein Mehrparteiensystem einführen und die Amtszeit des Präsidenten auf maximal acht Jahre begrenzen.

Scharfschützen

Derweil forderte das heftige Bombardement in Homs auch am Dienstag wieder Dutzende Menschenleben. Tags zuvor waren mehr als 70 Menschen im Granatenhagel gestorben, am Wochenende über 260. Augenzeugen berichteten, niemand traue sich mehr auf die Straße, überall lauerten Scharfschützen. "Der Beschuss geht rund um die Uhr, alle paar Minuten gibt es eine Explosion", berichteten Bewohner gegenüber Al Jazeera. "Es ist unfassbar - es gibt keine Bunker, nirgends kann man Deckung suchen." Ein Video aus einem provisorischen Verbandsraum zeigt Tote und Verletzte mit schrecklichen Wunden. Auf anderen Bildern sind blutverschmierte Bürgersteige, brennende Häuser und Rauchwolken von Granateneinschlägen zu sehen. Strom, Wasser und Telefone sind unterbrochen, es gibt kaum noch etwas zu essen. "Wir wissen nicht mehr ein noch aus, wir warten nur noch darauf zu sterben", klagte einer der Bewohner.

Neuer Versuch

Nach den USA und Großbritannien gaben gestern auch Belgien, Italien und Frankreich bekannt, ihre Botschafter zu Konsultationen aus Damaskus abzuziehen. Die Golfstaaten beschlossen, alle syrischen Botschafter auszuweisen und ihre diplomatischen Vertretungen in Syrien zu schließen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan schlug vor, nach dem "Fiasko für die zivilisierte Welt" im UN-Weltsicherheitsrat mit gleich gesinnten Nationen eine neue diplomatische Initiative zu starten, die "bei dem syrischen Volk steht und nicht bei dem Regime". Moskau und Peking hätten mit ihrem Veto "dem Tyrannen eine Lizenz zum Töten" ausgestellt.

MARTIN GEHLEN

KLEINE.tv

IAEA: Keine umfassende Lösung im Atomstreit

Der frühere Direktor der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA), Moh...Noch nicht bewertet

 

US-Wahl 2012

Reuters

Obama oder seine republikanischen Kontrahenten - wer kann die Wahl zur US-Präsidentschaft für sich entscheiden?

Griechenland in der Krise



Politik im Bild

Ägypten wählt einen neuen Präsidenten 

Ägypten wählt einen neuen Präsidenten

 

Sparpaket

Wen es trifft und was es kostet: Alle Details zum Sparpaket.

 

Steirische Strukturreform

APA

Die steirische Landesregierung plant ab 2012 eine große Strukturreform: Gemeinde und Bezirke sollen zusammengelegt werden, die Expositur in Bad Aussee wird aufgelöst.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang