Eva Dichand will keinen "Junk" in "Heute"
Eva Dichand möchte die Gratiszeitung "Heute" qualitativ aufwerten und strebt eine nationale Reichweite von 15 Prozent an. Das sagte die "Heute"-Herausgeberin im Interview mit der am Dienstag erschienenen Branchenzeitung "Medianet". Das Thema Wochenendausgabe, mit dem Dichand in der Vergangenheit häufig geliebäugelt hat, ist indes vom Tisch.
"'Heute' ist auf den Berufsverkehr ausgerichtet. Den hat man am Wochenende nicht, daher zahlt es sich nicht aus." Geht es nach Dichand, soll "Heute" noch deutlich an Reichweite zulegen. Derzeit hält die Gratiszeitung bundesweit bei 12,9 Prozent - Dichand strebt auf Dauer 15 Prozent an. Das nächste Ziel sei es, den "Kurier" in Niederösterreich zu überholen - das werde sich "heuer noch ausgehen", gibt sich die Herausgeberin optimistisch. Wachstumspotenzial sieht sie außerdem im Anzeigenverkauf, vor allem in den Bereichen Auto, Gesundheit und Stellenmarkt. Überlegenswert sei auch ein Immobilien-Special für Wien, so Dichand.
Geld lukrieren will sie außerdem mit Zeitungsbeilagen. Durch die "Anti-Werbe"-Sticker seien die Postwurfsendungen stark zurückgegangen und Zeitungsbeilagen würden für Handelsketten als Werbeplattform wieder interessanter. "Und mit 'Heute' kann hier eine größere Reichweite im urbanen Bereich nachweislich erzielt werden. Deshalb ist dieses Thema heuer mit Sicherheit ein Key-Ziel von uns."
Inhaltlich soll sich "Heute" von Boulevardtiteln wie der "Bild"-Zeitung und "Österreich" abgrenzen. "Wir möchten wieder eine ruhigere Zeitung haben. Eine, die sich ganz klar von 'Österreich' abgrenzt, die können den Junk machen", so Dichand. Investieren will sie in den Online-Ausbau von "Heute", ein größeres Portal kaufen und neue Android-Applikationen entwickeln.













