Teheran fordert EU auf Ölembargo zu überdenken

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Im Konflikt um sein Atomprogramm hat der Iran die Europäische Union aufgefordert, ihre Entscheidung für ein Ölembargo noch einmal zu überdenken. Von den anderen Ländern der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) forderte der Iran wegen des EU-Öl-Embargos Solidarität. Hunderte Menschen haben in den USA und Kanada gegen einen möglichen Krieg mit dem Iran demonstriert.
Die EU habe sich dem Druck der USA gebeugt, sagte Ölminister Rostam Qasemi am Samstag vor Journalisten in Teheran. Ohne das iranische Erdöl werde es auf den internationalen Ölmärkten zu Turbulenzen kommen. Das von den Europäern beschlossene Embargo soll im Sommer in Kraft treten, um den Iran im Streit über dessen Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen.
Derzeit werden vom Iran täglich mehr als 400.000 Barrel Öl pro Tag nach Europa geliefert, vor allem in die südeuropäischen Staaten. Rund 25 Prozent der iranischen Ölexporte gehen in Länder der EU. Gut zwei Drittel des iranischen Öls fließt nach China und Indien, die sich an dem Öl-Embargo nicht beteiligen. Teheran hatte für den Fall eines Öl-Importstopps der EU wiederholt einen drastischen Anstieg der Rohölpreise auf den Weltmärkten vorausgesagt. Bisher ist dieser nicht eingetreten.
"Kein Krieg, keine Sanktionen, keine Intervention, keine Ermordungen", war auf einem Spruchband in New York zu lesen, wo wie in 80 weiteren Städten Proteste gegen einen Krieg mit dem Iran stattfanden. Am New Yorker Times Square versammelten sich rund 500 Demonstranten, die zum Sitz der US-Botschaft bei den Vereinten Nationen und zum israelischen Konsulat zogen.
Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Der Iran weist dies zurück. Israel drohte wiederholt mit einem Militärangriff auf die iranischen Atomanlagen.













