ÖVP-Organisationen für Pensionsalter-Angleichung

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Die sechs ÖVP-Teilorganisationen haben am Donnerstag einen konkreten Vorschlag für die vorgezogene Angleichung des Pensionsalters der Frauen an jenes der Männer vorgelegt. Ab 2014 soll das Frauen-Pensionsalter schrittweise angehoben werden, bis 2024 soll es auf das Männer-Alter von 65 Jahren angeglichen sein. Nach der geltenden Regelung sollte 2024 erst mit der Angleichung begonnen würde.
Ab 2014 soll das Frauenpensionsalter von derzeit 60 Jahren schrittweise angehoben - bis 2016 um vier Monate pro Jahr, ab 2017 um sechs Monate pro Jahr. Damit wären 2024 die 65 Jahre erreicht, die auch für die Männer gelten. Damit müssten sich Frauen ab den Geburtsjahrgängen Ende 1953/1954 auf einen späteren Pensionsantritt einstellen. Die 1992 fixierte geltende Regelung sieht eine Angleichung ab 2024 vor.
Mit dem ÖVP-Modell würde die "Einkommenslücke der Frauen in der Pension geschlossen". Die längere Erwerbsarbeit brächte ihnen um durchschnittlich 370 Euro pro Monat höhere Pensionen, betonte ÖVP-Frauenchefin Schittenhelm. Frauen seien heute benachteiligt, weil ihnen mit dem früheren Pensionsantritt "die besten Jahr" für die Berechnung fehlen, unterstrich der stv. ÖAAB-Chef und ÖVP-Sozialsprecher Wöginger.
Die ÖVP-Politiker forderten auch eine Reihe von Begleitmaßnahmen. Kindererziehung müsse voll - mit vier Jahren pro Kind, unabhängig vom Altersabstand - auf die Pension angerechnet werden. Das Arbeitsmarktservice müsse mit einem "Beschäftigungspaket 50plus" dafür sorgen, dass ältere Arbeitnehmerinnen auch einen Job haben. Schittenhelm will auch ein "automatisches" Pensionssplitting von Eltern diskutieren.
Die SPÖ ist allerdings weiterhin strikt gegen eine vorzeitige Anhebung des Frauen-Pensionsalters. Den neuen VP-Vorschlag erachtet Frauenministerin Heinisch-Hosek als "zynisch". Auch die ÖGB-Frauen und die Grünen warfen den VP-Bünden vor, die Arbeitsmarktrealität zu verleugnen.













