Pakistan plant Geberkonferenz für Wiederaufbau
Pakistan will nach den verheerenden Überschwemmungen Ende November eine internationale Geberkonferenz in der Hauptstadt Islamabad ausrichten.

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Dies teilte die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva am Freitag in Brüssel nach einem Besuch in der Krisenregion mit. "Sie planen, Gastgeber einer Geberkonferenz zu sein, sobald die Schätzung für den Wiederaufbau gemacht wurden", sagte die EU-Kommissarin. "Natürlich wird die EU dort sein."
Mitte Oktober soll in Brüssel ein Treffen der "Freunde eines demokratischen Pakistan" stattfinden, das von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem pakistanischen Außenminister Shah Mahmood Qureshi geleitet wird, sagte Georgieva. Dabei soll in einem erweiterten Format auch über die Hochwasser-Hilfe gesprochen werden.
"Bevor es besser wird, wird es erst mal schlimmer"
Georgieva warnte vor einer weiteren Verschlechterung der Lage in den Überschwemmungsgebieten Pakistan. "Bevor es besser wird, wird es erst einmal schlimmer." Die EU wolle gezielt vor allem Frauen, Kindern und Bevölkerungsgruppen, die durch das Hochwasser vom Rest des Landes abgeschnitten wurden, helfen. Nach der unmittelbaren humanitären Hilfe müsste auch die Landwirtschaft wieder aufgebaut werden, ansonsten habe Pakistan im nächsten Jahr Probleme bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln. Die Naturkatastrophe habe bisher 1.500 bis 2.000 Tote gefordert, aber Infektionskrankheiten würden schon jetzt rasch zunehmen. 17 Millionen Menschen seien von der Flut betroffen.
Die gesamte EU habe Pakistan 230 Millionen Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt, davon kommen 70 Millionen Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt, sagte die Kommissarin. Damit habe die Europäische Union rasch und großzügig reagiert.








