Verkehrsprobleme und Kettenpflicht
Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee sorgten im Osten Österreichs für schneeglatte Fahrbahnen und zahlreiche Unfälle. Auf vielen Berg- und Passstraßen gab es ohne Ketten kein Vorankommen mehr.
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Die "sibirische Kälte" lässt weite Teile Europas weiterhin zittern. In Österreich trägt nun auch Neuschnee seinen Teil dazu bei. Dienstag früh ließ es Frau Holle in allen Landeshauptstädten schneien. Dies sorgte insbesondere in Ostösterreich für ein Verkehrschaos, die weiße Pracht hielt Feuerwehren, Straßenmeistereien und Polizei auf Trab. In Wien wurden mittags aufgrund der anhaltenden Schneefälle und Schneeverwehungen die Kurzparkzonen aufgehoben.
Kein Vorankommen ohne Schneeketten
Die winterliche Verhältnisse führten vor allem im Osten Österreichs zu vielen Verkehrsproblemen. Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee sorgten für schneeglatte Fahrbahnen und zahlreiche Unfälle. Auf vielen Berg- und Passstraßen gab es ohne Schneeketten kein Vorankommen mehr.
Zahlreiche Unfälle führten vor allem im Frühverkehr im Großraum Wien zu erheblichen Staus und Behinderungen. In Niederösterreich wurden die Rettungskräfte allein bis 9.00 Uhr zu neun Verkehrsunfällen gerufen. Viel Geduld brauchten Autofahrer auf der A1 (Westautobahn). Mehrere Unfälle und folgende Bergearbeiten sorgten für Behinderungen.
Auch in Oberösterreich gab es Schneechaos auf den Autobahnen. Vor allem im Großraum Linz kam es reihenweise zu Unfällen. Neben zahlreichen Blechschäden gab es auch einige Verletzte. Auf der Westautobahn (A1) verlor in der Nacht am Ebelsberger Berg ein Lkw seine Ladung - Zementsäcke und Leinsamen. Die Westautobahn war mehrere Stunden lang gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau, der auch den Winterdienst in seiner Arbeit behinderte.
Im Burgenland waren rund 90 Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Einsatz. "Seit gestern, 17.00 Uhr, mussten die Feuerwehrmänner zu 18 Fahrzeugbergungen ausrücken. Verletzt wurde aber Gott sei Dank niemand. Bis jetzt gibt es nur Blechschäden", so ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland zur APA.
In Wien ist der weißen Pracht kein langes Leben vergönnt - zumindest auf Straßen und im Öffi-Netz: Knapp 1.300 Mitarbeiter der Magistratsabteilung 48 kämpften gegen den Schnee. Mit 409 Streu- und Räumfahrzeugen rückte das Personal aus, um insgesamt 2.800 Kilometer Straßen und Radwege zu befreien. Zudem waren 360 Personen für die Wiener Linien im Einsatz, um eventuellen Behinderungen vorzubeugen. Dennoch kam es zu punktuellen Verzögerungen, wie die Verkehrsbetriebe in einer Aussendung mitteilten.
Zu Verspätungen kam es auch am Wiener Flughafen, sagte ein Sprecher des Airports. Grund sei, dass die Flieger enteist werden müssen und teilweise auch schon mit Verspätungen in Wien ankommen würden.
Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee gab es in Kärnten, Verkehrsprobleme gab es dennoch kaum welche. Allerdings mussten auf zahlreichen Bergstraßen Ketten auf die Fahrzeuge montiert werden.











