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Zuletzt aktualisiert: 28.01.2012 um 07:30 UhrKommentare

Australier brachen Rekord für längsten Antarktis-Trip ohne Hilfe

Zwei australische Abenteurer legten 2.270 Kilometer in 89 Tagen zurück. Zwischendurch hatten die Männer wegen Schlafmangels und Mangelernährung Halluzinationen.

Foto © AP

Zwei australische Abenteurer haben ihren Marsch durch die Antarktis ohne Hilfsmittel beendet und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Der 29-jährige Buchhalter James Castrission und der ein Jahr jüngere Justin Jones kehrten an ihre Ausgangsstation zurück und legten damit in der Polarregion 2.270 Kilometer auf Schiern zurück.

Die beiden waren 89 Tage auf einem Marsch vom Rand der Antarktis bis zum Südpol und wieder zurück unterwegs. Der bisherige Rekord für eine Antarktisreise ohne Unterstützung durch Hilfslieferungen aus der Luft oder durch Segel lag bei 1.800 Kilometern.

"Es ist ein absolut fantastisches Gefühl", sagte Castrission bei der Ankunft. "Es waren knappe drei Monate extremer Härte und manchmal war es einfach nur unser Ziel, dieses Abenteuer zu überleben." Nun könne er es kaum mehr erwarten, wieder nach Australien zu fliegen. "Trotz der Blasen, Geschwüre, Schmerzen und der Müdigkeit fühle ich mich großartig", fügte Jones hinzu. Psychisch und physisch gesehen sei der Trip aber das Schwerste gewesen, das er je getan habe. Zwischendurch hatten die Männer wegen Schlafmangels und Mangelernährung sogar Halluzinationen.

Zurück zum letzten Rückflug

Das Duo hatte den Südpol am Silvestertag erreicht. Bis spätestens diesen Freitag mussten sie wieder zurück sein, um den letzten Rückflug der Saison aus der Antarktis zu erwischen. In Vorbereitung auf ihre zermürbende Reise, bei der die Temperaturen im Durchschnitt bei Minus 25 Grad Celsius lagen, legten beide 20 Kilogramm zu. Während des gesamten Trips zogen sie Gepäck im Umfang von 160 Kilometern auf einem Schlitten mit sich.


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