Ärger über teures Telefon-Extra
Kärntner zahlte jahrelang für Rufnummernanzeige, obwohl sein Uralt-Telefon kein Display hat. Anbieter verweist auf Geschäftsbedingungen.

Foto © FotoliaEine Rufnummernanzeige ist damit wohl nicht möglich
Gute Freunde werden Herr K. aus Klagenfurt und der Kommunikationsanbieter A1 Telekom Austria in diesem Leben wohl nicht mehr. K. wirft dem Marktführer im Bereich Mobil- und Festnetztelefonie "üble Machenschaften" vor und spricht von Abzocke.
"Service aktiv bestellt"
Auf der letzten Telefonrechnung für seinen Festnetzanschluss hat der Mann versteckt etwas entdeckt, das ihn richtig verärgert hat. "Ich musste jahrelang für eine Rufnummernanzeige zahlen, obwohl mein Telefon das gar nicht kann." K. besitzt laut eigener Aussage ein etwas antiquiertes Tastentelefon, das kein Display hat und deshalb keine Rufnummern anzeigen kann.
Trotzdem wurden dem Mann seit 2004 monatlich 99 Cent für die Rufnummernanzeige beim Festnetz verrechnet. "Wie man mit mit langjährigen Kunden umgeht, ist eine Frechheit. Das hat mir über 80 Euro gekostet." Den Vorwurf der Abzocke lässt A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm nicht gelten. "Der Kunde hat sich irgendwann aktiv für dieses Angebot entschieden und das Rufnummernservice bestellt." Die Rufnummernanzeige sei generell kein automatischer Bestandteil eines Produktes. Herr K. beharrt auf seinem Standpunkt, dass er den Service "nie bestellt" hat.
"Die Rufnummernanzeige wird seit 22. Juli 2004 verrechnet. Alle Kunden sind damals über die Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen informiert worden", sagt Dandrea-Böhm. Und: "Sollte es in Einzelfällen zur Verrechnung kommen, obwohl ein Kunde ein Endgerät besitzt, das eine Rufnummernanzeige nicht unterstützt, wird dies auf seinen Wunsch deaktiviert und nicht mehr verrechnet." Für Herrn K. kommt diese Erklärung zu spät. . .











-Anzeigen
