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Höchstgerichtsbeschwerde soll erhoben werden Albert Kreiner: "Ein Angriff auf meine Integrität" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Gasdampfkraftwerk Nächster Artikel Höchstgerichtsbeschwerde soll erhoben werden Albert Kreiner: "Ein Angriff auf meine Integrität"
Zuletzt aktualisiert: 16.05.2012 um 15:03 UhrKommentare

Die Chronologie des Klagenfurter Fernheizwerkes

1949

Das Klagenfurter Fernheizwerk wird errichtet. Es ist das erste Österreichs und befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes, das im Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist.

1965

Das Fernheizwerk wird auf die heutige Betriebsgröße ausgebaut.

2001

Das Fernheizwerk wird zum letzten Mal mit Kohle betrieben. Den Großteil der Anlage hat man schon vor Jahren auf Öl umgestellt, mit dem bis heute geheizt wird.

2005

Die Geschäftsbereiche Strom, Gas und Fernwärme werden von den Stadtwerken in die neu gegründete Gesellschaft "Energie Klagenfurt" (EKG) eingebracht. An ihr hält die Verbund AG 49 Prozent. Gemeinsam gründet man zum Bau des Gasdampfkraftwerkes Klagenfurt (GDK) die Tochtergesellschaft "Kraftwerkerrichtungs- und betriebs GmbH" (KEG).

2006

Bei der KEG rechnet man damit, dass das an der Gemeindegrenze zu Ebenthal geplante GDK schon 2007 gebaut werden und 2010 in Betrieb gehen könnte. Man will 250 Millionen Euro investieren. Unterdessen haben sich gegen das Projekt schon zahlreiche Bürgerinitiativen formiert.

2007

Um bis zur Fertigstellung des GDK weiter Wärme und Energie produzieren zu können verlängert die Stadt Klagenfurt die Betriebsgenehmigung des Fernheizwerkes bis 2015.

2010

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des GDK durch die Kärntner Landesregierung endet mit einem positiven Bescheid, allerdings darf noch nicht gebaut werden. Die Gegner, allen voran die Gemeinde Ebenthal, legen gegen das Ergebnis der UVP Berufung beim Umweltsenat ein.

2011

Eine erste Berufungsverhandlung gegen den positiven UVP-Bescheid vor dem Umweltsenat in Wien endet ohne Ergebnis. Man will weitere meteorologische und medizinische Gutachten einholen.

Anrainer des alten Fernheizwerkes und Gegner des neuen Projektes blitzen mit einer Klage beim Verfassungsgerichtshof ab. Sie haben darin die Sanierung der bestehenden Anlage gefordert. Sie haben laut Verfassungsgerichtshof keine "Parteienstellung" zur Forderung nachträglicher Einbauten. Dies könnten nur Anrainer, die schon bei Errichtung des Fernheizwerkes anno 1949 dort gewohnt haben.

2012

Im April hebt der Umweltsenat den positiven UVP-Bescheid des Landes auf - das GDK darf nicht gebaut werden. Begründung: Das Kraftwerk könnte zu einem Anstieg der Nebeltage im Klagenfurter Becken führen. Die EKG will gegen die Entscheidung beim Höchstgericht berufen. Zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung will man aber langfristig auf Alternativprojekte und die Kombination aus Gas und Biomasse setzen.


Die Chronologie

Lesen Sie hier die Chronologie der vergangenen Jahre, die nun laufend aktualisiert wird.

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