Bezirks- und Gemeindesuche
Steirer führten Sozialstromtarif ein
Bedürftige Estag-Kunden können Preisnachlass beantragen.

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KLAGENFURT. 30 "Energiefreitage" für Kunden die Notstands- oder Sozialhilfe beziehen - das Vorbild der Energie Steiermark hat es Soziallandesrat Christian Ragger und Energielandesrätin Beate Prettner angetan. Unabhängig voneinander fordern sie das steirische Modell mit Stromdeputaten auch von der Energie Klagenfurt und der Kelag ein.
Morgen hat Ragger die Vorstände der beiden Kärntner Energieversorger zu einem Strompreisgipfel geladen. Während Kelag-Direktor Hermann Egger vor einer Woche noch erklärte, dass es nicht Aufgabe seines Unternehmens sei, Sozialpolitik zu betreiben, gab es gestern keinen Kommentar. Zuletzt drohte Ragger ungeniert: Ein sozial verträglicher Strompreis werde bei der Auswahl des Vorstandes bzw. bei seiner Wiederbestellung eine wichtige Rolle spielen. Eggers Vertrag als Kelag-Chef läuft Ende 2013 aus, bei der Kelag werden Vorstandsfragen in der Regel aber mit einem Jahr Vorlauf geklärt.
Übrigens: 30 "Energiefreitage" bei der Estag bedeuten nicht automatisch, dass man zehn Prozent von der Jahresrechnung streichen kann. Die "Freitage" beziehen sich nur auf die Energie-Komponente beim Strompreis, die rund ein Drittel ausmacht. Am Ende erspart man sich also maximal fünf Prozent des Strompreises.
Beantragen kann die "Energiefreitage" jeder Estag-Kunde - unabhängig davon, ob er Steirer ist oder nicht. "Es reicht ein einfacher Nachweis der Notstandshilfe oder der Mindestsicherung", erklärt Estag-Sprecher Urs Harnik. "Wir wollen die Aktion bewusst einfach halten." THOMAS CIK


















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