Starkoch Willi Haider kochte mit Schülern
Starkoch Willi Haider kochte mit Kindern der Volksschule und der Hauptschule St. Ruprecht an der Raab: Auf dem Speiseplan stand Chinakohl in den unterschiedlichsten Ausführungen.
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Viele Köche verderben den Brei? 20 Schülerinnen und Schüler der Volksschule und der Hauptschule St. Ruprecht an der Raab bewiesen das Gegenteil. Gemeinsam mit Starkoch Willi Haider zauberten sie in kurzer Zeit ein Menü, das die unterschiedlichsten Varianten von Chinakohlgerichten vereinigte: Lammkrone vom Weizer Berglamm auf Chinakohl-Tomaten-Käferbohnen-Gemüse, Chinakohl-Käferbohnenstrudel auf rahmigem Polenta, Chinakohl mit Champagnerlinsen und Chinakohl-Salat mit Kernöldressing.
Der Grund für den Kochtag war eine Aktion des steirischen Gemüsebauverbandes. Dieser möchte den Chinakohl - einen wichtigen Vitaminspender für den Winter - noch stärker in der Bevölkerung verankern.
Am Anfang stand das Waschen und Schneiden des Chinakohls: Als würden sie es jeden Tag machen, schnippelten Celina und Philomena sowie ihre Mitschülerinnen drauf los und brachten den Chinakohl in die von Haider gewünschte Größe. Für die Gruppe, die den Salat vorzubereiten hatte, war die Hauptarbeit schon vorbei. "Eure Gruppe ist fertig und kann ein bisschen ausruhen", sagte Haider zu den Köchinnen, die allerdings sofort mit dem Abwasch anfingen.
Auch bei den anderen war von Ausruhen keine Spur: Hoch konzentriert verrührte Daniela den Chinakohl mit den Champagnerlinsen, was auch dem prüfenden Gaumen von Haider standhielt. "Ich mache mir um den Kochnachwuchs keine Sorgen", zeigte sich der Profikoch begeistert und düste von einem Topf zum anderen, um hier die Konsistenz des Polenta zu überprüfen und dort das Kernöldressing für den Salat zuzubereiten.
Dann war es endlich so weit: Haider legte auf der Arbeitsfläche vier Zettel aus, auf denen die einzelnen Chinakohlgerichte geschrieben waren und im Stationenbetrieb richteten die Jungköchinnen die mehr als 30 Teller an. Wie in einer Profiküche wurden die Teller Schritt für Schritt mit den einzelnen Speisen belegt, bis Haider als Abschluss die Lammkoteletts darüber legte.
Danach hatten die Schülerinnen und Schüler endlich Zeit, ihre Arbeit zu verkosten und es schmeckte ihnen sichtlich und auch hörbar, denn plötzlich ging der Lärmpegel bedeutend zurück.
Features
Kommentar
Fakten
Josef Weber ist Geschäftsführer des Dachverbandes der Gemüsebauern
Warum wollen Sie den Chinakohl wieder stärker im Bewusstsein der Menschen verankern?
JOSEF WEBER: Der Chinakohl ist ganz typisch für den Winter, vor allem auch, weil er sehr viel Vitamin C hat und nicht so scharf schmeckt oder gar so blähend ist wie andere Kohlsorten. Leider wissen viele nicht, wie universell er in der Küche einsetzbar ist. Deswegen haben wir ein Rezeptheft aufgelegt, das über unsere Homepage www.steirergemuese.at abrufbar sein wird.
Wo wird der Chinakohl hauptsächlich angebaut?
WEBER: Die Bezirke Weiz, Hartberg und Fürstenfeld sind das Hauptanbaugebiet des Chinakohls in Österreich. Hier gibt es den Vorteil, dass im Winter tiefe Temperaturen herrschen, wodurch der Chinakohl ohne Energiezufuhr fast bis Ostern gelagert werden kann. Derzeit bauen zwischen 80 und 100 Bauern auf einer Fläche von etwa 300 Hektar Chinakohl an. Das entspricht 10.000 Tonnen Chinakohl pro Jahr. Während früher fast 80 Prozent nach Deutschland oder nach Skandinavien exportiert wurden, wird mittlerweile der Hauptteil in Österreich konsumiert. Langsam entdeckt auch die Gastronomie den Chinakohl wieder.
Wie essen Sie am liebsten Ihren Chinakohl?
WEBER: Ich mag am liebsten Chinakohlrouladen.
















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