"Spleen": Produktionen für junges Publikum
Das Grazer Theaterfestival für junges Publikum "Spleen" hat zum vierten Mal die Vorhänge aufgezogen. An sieben Tagen werden 20 Produktionen aus dem In- und Ausland für Kinder und Jugendliche vorgestellt.

Foto © BauerRückblick: "Spleen" 2011
Gespielt wird beim Theaterfestival "Spleen" an insgesamt 50 Terminen an acht Spielorten in der Stadt, schilderten Manfred Weissensteiner und Hanni Westphal bei der Präsentation des Programms.
"Rote heiße Hände, weils so gefallen hat", wünscht Programmverantwortlicher Manfred Weissensteiner den ganz jungen und jugendlichen Besuchern des Festivals, mit dem die Organisatoren eine Woche lang "Kultur für Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Zugängen" auf die Bühne bringen wollen. Zur offiziellen Eröffnung am 10. Februar (19.30 Uhr) wird im Grazer Dom im Berg die Tanztheater-Produktion "Echoa" der französischen Campagnie Arcosm zu sehen sein. "Ein Feuerwerk aus Musik, Tanz, Percussion und Licht, das alle Altersklassen anspricht", schilderte Hanni Westphal. Im Programm wird die Produktion der Lyoneser Truppe, die "atemberaubendes Tanztheater zum Staunen und Lachen" biete, ab dem Alter von sechs Jahren empfohlen.
Max & Moritz und Zwerg Nase
Drei Produktionen aus Deutschland und der Schweiz wurden für die allerjüngsten Theaterbesucher programmiert. Gezeigt werden sie auf der Bühne des Grazer Kindermuseum "Frida & Fred". Mit "Santa Sange" von Andreas Denk und "M2 - Meter zum Quadrat" der belgischen Jonglage-Gruppe Wevelgem sind zwei Stücke zu sehen, die etwas ältere Kinder (sechs bis acht Jahre) in die Welt des Zirkus und der Akrobatik entführen. Für die selbe Altersgruppe interpretiert das Grazer Theater Mundwerk Kinderbuchklassiker neu: Gezeigt werden das Musical "Max & Moritz" und das Einpersonenstück "Vergesst Zwerg Nase".
Am Programm stehen auch drei Premieren von Grazer Produktionen: Das "Theater Mezzanin" stellt am 9. Februar das "Prinzip Struwwelpeter" als "ein subversives Lehrbuch für radikalen Eigensinn, kreativen Regelverstoß und tollkühne Konsequenzverachtung" in einer Version für Jugendliche ab 14 Jahren auf die Bühne. Ebenfalls uraufgeführt wird die Theater-Soap "Anne und Sophie und das erste Mal". Für die Produktion wurden Texte aus Tagebüchern der jungen Schauspielerinnen verwendet, in denen sie sich mit den Widrigkeiten und Gefühlsstürmen ihres jugendlichen Alltags auseinandersetzen. Fragen nach Schuld, Moral, Individualität und Gemeinwohl werden in "DNA" nach einem Psychothriller von Dennis Kelly vom Grazer Theater "t'eig" gestellt (14. Februar).









