Nostalgie und Natur pur: Trends für Garten- und Pflanzenfreunde
Auch der Garten geht mit der Mode: Auf der "Trendset", der Münchner Fachmesse für Lifestyle, wurden die neuesten Trends im Bereich Floristik, Freizeit und Garten vorgestellt. Rost, Stein, edles Weiß dominieren 2012.

Foto © Helena WallnerNostalgie ist en vogue wie eh und je - außerdem mag man es naturbelassen
Die Natur im tiefen Winterschlaf, das bedeutet Schaffenspause für Gärtnerin und Gärtner - zumindest vordergründig. In Wahrheit ist das die ideale Zeit, um ausgiebig zu planen, um zu zeichnen und notfalls zu verwerfen. Serien von Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt liefern den Stoff, aus dem die neuen Gartenentwürfe sind.
Daneben wollen Berge von Katalogen und Zeitschriften durchgeackert sein, die Bestelllisten werden lang und länger und die Paketdienste karren bereits die ersten Lieferungen vor verschneite Gartentore. Drinnen wetteifern die bunten Samensäckchen mit den ersten bunten Frühlingsboten, die voll Sehnsucht als grünes Heilmittel gegen endlose Wintertage ins Haus geholt werden.
Gärtnereien und Gartencenter sind uns da weit voraus. Sie stecken bereits tief in der Frühjahrssaison. Den Auftakt dafür geben Fachmessen wie die "Trendset" in München. Dort haben wir uns umgeschaut und neue, alte Dekotrends erkundet.
Rost rules
Naturbelassenheit ist Trumpf, sei es der Rohbrand-Übertopf oder die Schale aus geschöpftem Papier. Die Rostfraktion ist bis zum Abwinken vertreten, von Behältnissen aller Art bis zu Skulpturen, von Gartenmöbeln bis zu rostigen Herzen reicht die Palette. Auch edles Weiß ist nach wie vor ein großes Thema. Das passt auch bestens zum Landhausstil, der noch immer absolut en vogue ist - Rosamunde Pilcher wird es freuen.
Dazu kommen mannigfache Recyclingideen: Aus alten Gummireifen entstehen neue Blumenkörbe und Übertöpfe. Holzaccessoires sind, wenn nicht von vornherein alt, so zumindest auf alt getrimmt. Unser Tipp: Alte Gartenmöbel mit teils abgeblätterter Farbe ja nicht entsorgen oder auf schön trimmen, sie sind in ihrer Unvollkommenheit der letzte Schrei! Wer daheim noch eine alte Blechwanne hat, kann sich auch glücklich schätzen, sie ist der Renner als Dekoteil.
Herzlich
Ja, und Herz sticht - in allen Größen und Materialien. Und das bitte nicht nur rund um den Muttertag. Man sagt es neuerdings wohl nicht durch die Blume, sondern durchs Herz. Sogar aus Plastikbuchs gibt es diese Liebesbezeugungen. Beim sterbenden Buchs zeigt sich überhaupt, wie schnell die Dekowelt reagiert. Es fand sich kaum ein Stand auf der Münchner Messe, bei dem sich der Buchsbaum nicht die Plastikkugel gab.
Im Skulpturenwald macht der Steinguss nach wie vor Furore: Von der riesigen Buddha-Büste bis zum Gartenzwerg, vom Wasserspeier bis zum Türwächter und der ausladenden Blumenschale, alles ist aus der Mischung von gemahlenem Stein mit Zement und Wasser zu haben.
Die Farbpalette ist fröhlich und überschaubar. Glitzerpastell dominiert weiter die Accessoires, dazu gesellt sich das - auch nicht unbekannt - frische Grün, das sich sogar Buddha persönlich gefallen lassen muss. Wer sich farblich neu orientiert, der kommt um Türkis nicht herum.















