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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2011 um 13:32 UhrKommentare

Die Ideen sprießen lassen

Wie man ein Paradies auf kleinem Raum schafft: Die besten Tipps von Gartenplanerin Agnes Fedl.

Entwürfe der Gartenplanerin Fedl werden von Hand aquarelliert

Foto © Agnes FedlEntwürfe der Gartenplanerin Fedl werden von Hand aquarelliert

Auch wenn gerade kaum etwas grünt und blüht, sollten bei den Gärtnern jetzt die Ideen für die neue Saison sprießen. Aber bei aller Kreativität gibt es Grundsätzliches zu bedenken, bevor man wild drauflos plant, weiß Gartenplanerin Agnes Fedl. "An erster Stelle im eigenen kleinen Paradies sollte die Privatsphäre stehen. Den schönsten Sichtschutz schafft eine gemischte Hecke an der Grundstücksgrenze, die zu jeder Jahreszeit ein anderes Bild bietet", sagt die Expertin. Dazu pflanzt man Sträucher mit gleicher Blütezeit nebeneinander und wechselt die Gruppen ab.

Jahreszeiten

Fedls Vorschlag für solche Grüppchen: Vor dem Austrieb blühen Winterschneeball, Kornelkirsche und Forsythie, dazu passt rotholziger Hartriegel. Im Frühjahr sind Flieder, Duftschneeball, Spier- und Ranunkelstrauch ein Blickfang, genauso wie später Jasmin, Deutzie, Kolkwitzie und Weigelie. Der Sommer ist die Zeit von Hartriegel, Hortensien, Sommerflieder und Hibiscus. Im Herbst schmücken dann Sträucher mit Beeren und Herbstfärbung, wie die Schönfrucht und der Feuerbusch. "Vor der Hecke empfehle ich, großflächige, pflegeleichte Stauden zu setzen", sagt Fedl.

Kombiniert man verschiedene Wuchsformen, bekommt die Hecke eine schöne Struktur: Zum Beispiel hochwachsenden Flieder neben Spiersträucher setzen, die dessen Stamm verdecken. "Davor kann man noch Pfingstrosen, Schwertlilien, Akeleien, Primeln und eventuell einen Duftschneeball pflanzen. Und schon hat man neben dem Sitzplatz ein duftendes Frühlingsbeet geschaffen." Überhaupt sollte man rund um Lieblingsplätze viele wohlriechende Pflanzen setzen.

Nutzpflanzen

Apropos. "Ein Sitzplatz, den man im Sommer nutzen möchte, braucht Beschattung", sagt die Gartenplanerin. Am besten eine natürliche, wie kleinkronige Linden- und Ahornsorten oder Obstbäume. Wichtig: den Komposthaufen möglichst weit entfernt vom Sitzplatz einplanen, am besten beschattet und versteckt. Wasserstellen wie eine sprudelnde Quelle oder einen kleinen Teich in Sitzplatznähe einplanen, damit man sie genießen kann. "Möglichst nahe ans Haus gehört das Kräuter- oder Gemüsebeet, damit man die eigene Ernte rasch bei der Hand hat", rät Fedl. Vor einer geschützten Hausmauer in Südlage bietet es sich außerdem an, Spalierobst zu ziehen und einen Beerengarten für Naschkatzen anzulegen.

Fotoserie: Gartenplanung vom Experten

Noch ein Expertentipp: Wer seinen Garten neu anlegt und schnell möglichst viel Sichtschutz möchte, kann das Beet mit überschüssiger Erde (etwa vom Teichaushub) erhöhen. Als Stütze macht sich davor eine kleine Mauer besonders gut.

KARIN RIESS

Wer & Was

Garten- und Landschaftsplanerin Agnes Fedl studierte an der Universität für Gartenbau in Budapest, ihre Dissertation an der BOKU in Wien schrieb sie zum Thema "Naturnahe Gärten im Raum Graz".

Ihr Büro bietet Vor-Ort-Beratung oder Planung, wobei die Entwürfe von Hand aquarelliert werden. Die Planung umfasst Beleuchtungskonzepte, Bepflanzungen uvm bis zur Bauaufsicht.

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